Was Familien über Lichtblick erzählen
Wie sich die Zeit mit den Pferden anfühlt und was sie bewirken kann, lässt sich mit meinen eigenen Worten nur halb erzählen. Am besten können das die Kinder, Jugendlichen und Eltern beschreiben, die den Weg mit uns schon gegangen sind. Deshalb kommen auf dieser Seite Familien zu Wort, die ihre ganz eigenen Lichtblicke erlebt haben.
Einfach Toni und ich im Hier und Jetzt
Was für ein Geschenk zu meinem Geburtstag! Ein Gutschein für eine gemeinsame Zeit mit Toni und Yvonne.
Eine gemeinsame Zeit – ohne weitere Informationen. Ich wollte auch keine haben, ich wollte das Abenteuer und habe mich einfach darauf eingelassen, und es war umwerfend. So viel Zeit meiner Kindheit und Jugend habe ich auf dem Pferderücken verbracht – und jetzt erst habe ich festgestellt, wie viel Glück darin liegt, mit dem Pferd auf Augenhöhe vom Boden aus zu interagieren: mit Blicken, mit der Körperhaltung, mit Gesten. Während der ganzen Zeit mit Toni und Yvonne war ich so wunderbar unbeschwert – keine Erwartungen, kein Anspruch, kein Morgen, kein Gestern, einfach Toni und ich im Hier und Jetzt. Die dezenten, aber klaren Hilfestellungen mit Vorschlagscharakter von Yvonne aus dem Hintergrund haben mir ein sicheres Gefühl gegeben, während ich im Vordergrund wirklich mit Toni zusammen war. Ich habe das große Pony ganz selbständig und ganz selbstverständlich aus der Distanz gelenkt – und wir waren uns doch so nah.
Was habe ich erlebt? Unbeschwertheit, Spaß, Rührung, Stolz, Empathie, Freudentränen.
Was habe ich mitgenommen? Ein Andenken an eine wunderbare Zeit mit einem tollen Vierbeiner und einem tollen Zweibeiner – und Lust auf mehr.
— Julia
Ein Weg zurück ins Leben
Als wir zu Yvonne fanden, steckte meine Tochter in einer sehr schweren Phase. Sie war völlig antriebslos, und der Alltag fiel ihr unendlich schwer. Ein ansprechender Flyer und der herzliche Erstkontakt mit Yvonne gaben uns wieder Hoffnung – und wir wurden nicht enttäuscht.
An Yvonnes Arbeit schätze ich besonders ihre enorme Ruhe und ihr feines Gespür für Kinder. Meine Tochter hat dadurch blitzschnell Vertrauen gefasst und fühlt sich bei Yvonne und Pferd Toni pudelwohl. Yvonne geht jedes Mal ganz individuell auf ihre Tagesform ein. Selbst an richtig schlechten Tagen schafft sie ein kleines Wunder: Am Ende geht meine Tochter immer mit einem Lächeln und völlig entspannt nach Hause. Ihr Highlight war tatsächlich das Kuscheln mit den Hofschafen.
Die Begleitung hinterlässt tiefe Spuren im Alltag. Sie hat gelernt, ihre Körpersprache bewusst einzusetzen – nicht nur beim Pferd, sondern auch im Umgang mit ihren Mitmenschen. Als Mutter sehe ich jeden Tag, wie viel selbstbewusster sie durch die gemeinsame Zeit geworden ist.
— Jana mit Lara
Diese Gelassenheit hat sich übertragen
Durch zwei Schlaganfälle ist meine Frau in ihrer Bewegungsfähigkeit erheblich eingeschränkt. Durch gute Freunde wurden uns Yvonne und ihr Therapiepferd Toni für eine Bewegungstherapie empfohlen.
Bis zu unserem ersten Treffen hatten wir keinerlei Berührungspunkte zu Pferden, und wir waren beide recht skeptisch. Bereits bei unserem ersten Treffen haben uns Yvonne mit ihrem Einfühlungsvermögen und Toni mit ihrer Gutmütigkeit jegliche Scheu genommen.
Es ist vor allem diese Gelassenheit von Toni, welche sich auf meine Frau übertragen hat und ihr gleichzeitig Mut und Selbstvertrauen gibt.
Wir freuen uns bereits heute auf das nächste Treffen.
— Lucien und Birgit
Nicht traurig ruhig, sondern glücklich ruhig
Wir waren auf einem Elternvortrag, als sich vor uns zwei Frauen über eine Reittherapie in Wiesbaden unterhielten. Meine kleine Schwester liebt Tiere – das ist einfach ihr Ding. Ich dachte sofort: Das wäre etwas für sie. Eine Begleitung, in der sie spielerisch ihren Interessen nachgehen kann, statt nur in einer Therapiestunde zu sitzen. Noch während des Vortrags habe ich gesucht, bin auf Yvonnes Seite gestoßen, habe alles gelesen – und ihr direkt geschrieben. Sie hat sofort geantwortet.
Als ich meiner Schwester davon erzählte, war sie sofort hin und weg. Ich habe ihr erklärt, dass es eine pferdegestützte Begleitung ist und nichts mit Reiten zu tun hat – das war ihr egal, es ging um Tiere. Und dass es eine Therapie ist, stört sie überhaupt nicht. Sie weiß: Mit Yvonne kann man über alles reden.
An das erste Treffen erinnere ich mich genau. Schon im Auto saß sie mit einem breiten Grinsen. Und dann hat sie einfach nicht mehr aufgehört zu lachen – die ganze Stunde lang. Auf der Heimfahrt sagte sie: „Meine Wangen tun mir weh vom Lachen.“ Seitdem gibt es keinen Tag, an dem sie sagt, sie wolle nicht hin.
Verändert hat sich vieles. Sie ist aufmerksamer geworden, geduldiger, sie zeigt mehr Verständnis. Das Schlafengehen war lange schwierig – unsere Abende gehörten nur ihr. Heute geht sie allein schlafen. Wir sind nebenan, noch etwas leise, aber sie kann uns hören. Für sie und für uns ist es viel entspannter geworden. Ich glaube, wir sind mit ihr ein Stück ruhiger geworden.
Nach den Treffen ist sie ruhig – aber lebensfroh. Nicht in Gedanken woanders, sondern ganz sie selbst. Nicht traurig ruhig, sondern glücklich ruhig. Anders kann ich es nicht beschreiben.
Was Yvonnes Arbeit für mich ausmacht? Schon im ersten Gespräch konnte ich offen reden, ohne mich verurteilt zu fühlen. Ihre ruhige, einfühlsame Art vermittelt einem Kind sofort: Du bist willkommen, ich bin da. Und wie sie mit Toni umgeht – sie lebt mit dem Tier. Sie zeigt den Kindern, dass es ein wertvolles Lebewesen ist und dass alles drumherum dazugehört.
Anderen Eltern, die überlegen, würde ich sagen: Einfach ausprobieren. Nicht zu sehr auf sich selbst schauen, sondern das Kind beobachten. Es wird viel lernen – über sich selbst und über seine Umgebung. Und es kommt glücklich nach Hause.
— Elma
Ein erster kleiner Schritt
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